Weltcup Wurfscheibe Lonato
Fünf Thüringer Flintenschützen dabei - darunter junge "Küken" und Wiedereinsteiger.
Lonato ruft und die Flinten-Welt kommt. In Italien ging in der letzten Woche der größten Weltcup der ISSF (Flinte) mit über 200 Männern und über 100 Frauen über die Bühne und das bei Temperaturen von über 30°C: „Mit den Schützen hätte ich nicht tauschen wollen, trotz dieser ganzen Umstände haben sie gut geschossen“, so Trap-Bundestrainer Möller. Dieser hatte mit seinem Trainerteam in Lonato bewusst auf den Nachwuchs gesetzt, der im „Kreis der Großen“ wichtige internationale Erfahrung sammeln konnte. Besonders hob er die Junioren Karla Riehmann (112 Treffer, 37. Platz), Pius Rosenecker (116, 79. Platz) - beide Thüringen - und Nolan Peters (107, 157. Platz) hervor. Nicht ganz zufrieden dagegen war sicher der dritte Thüringer Trapschütze Marius John mit 109 Treffern (147. Platz). Glänzend konnte derweil Kathrin Murche - sie wurde als beste Deutsche nach einem starken Wettkampf im Finale Fünfte.
Ein paar Tage zuvor waren die Skeeter dran - auch hier große Hitze, großes Teilnehmerfeld mit hoher Qualität und Dichte. Die deutschen Skeetschützen schlugen sich zum Teil sehr gut, bei den Herren fehlte ein Treffer zum Shootoff für's Finale. Bei den Frauen fehlten unseren beiden Thüringerinnen Valentina Umhöfer und Nadine Messerschmidt vier Treffer, um in ein Shootoff für einen Finalplatz zu kommen: Beide brachten es auf 114 Treffer, womit sie auf den Plätzen 37 und 40 landeten: „Ich hatte mir mehr vorgenommen, das Ergebnis spiegelt die Trainingsleistungen nicht wider. Es wartet noch sehr viel Arbeit auf mich, vor allem, was den psychischen Part betrifft“, urteilte Wiedereinsteigerin Messerschmidt danach. Doch die 32-Jährige muss sich wahrlich nicht grämen, schließlich war es ihr erster internationaler Auftritt nach den Olympischen Spielen in Paris 2024: Schulter-Operation und die Geburt des zweiten Kindes sorgten für die längere sportliche Pause, von daher war die Leistung völlig in Ordnung für die ehrgeizige Skeeterin: „Das Schießen hat sich gut angefühlt, technisch bin ich zufrieden. Es fehlt einfach noch die Wettkampferfahrung und Routine.“. Die Richtung stimmt jedenfalls. Hier der ausführliche DSB-Bericht über den Skeet-Wettbewerb.
Für Karla steht als Belohnung das nächste Highlight an - sie wird auch beim kommenden Weltcup in Hangzhou/ China dabei sein (17.-30. Juli). Ebenso wie Valentina Umhöfer (Skeet) und die in Thüringen trainierende Pistolenschützin Doreen Vennekamp.
Zum kompletten Beitrag beim DSB.
dsb/red | Foto: Pius und Karla bei der JWM in Suhl (© DSB)